Free the nipple?!

Bei diesem Satz wird wohl jeder, der auf Brüste steht, die Hände nach oben werfen und schreien „Yes, Baby!“. Aber hier geht es nicht darum, dass das weibliche Geschlecht von nun an oberkörperfrei durch die Gegend läuft, sobald die Temperaturen es erlauben oder dass BH’s in der Altkleidersammlung landen.
Von Letzterem bin ich persönlich übrigens ein großer Befürworter. Denn mal ehrlich: Sind wir nicht alle froh, dass es mittlerweile eine Menge Soft-Bras gibt, die den Tragekomfort deutlich verbessern?!

Tabus um die Frau: Unten Periode – Oben Nippel.

Aber anderes Thema. „Free the Nipple“ ist die Botschaft einer internationalen Kampagne, in der es (kurz gesagt) um die Gleichberechtigung der Frau geht. In Deutschland werden die meisten von euch vermutlich nicht ganz so oft mit dem Thema konfrontiert. Doch dass die Gehälter von Frauen immer noch geringer sind als männliche, Frauen sich seltener in Führungspositionen befinden, die Kindererziehung noch ganz selbstverständlich der Verantwortung der Frau obliegt, nehmen wir einfach hin. Viel hat sich auch nicht durch eine jetzt schon lang andauernde weibliche Regierung geändert. Da sind uns einige Länder voraus.

Der Norden macht’s vor.

Laut dem Global Gender Report 2017 befinden sich unter anderem Schweden, Norwegen und Island ganz oben auf der Rangliste für vorbildliches Geschlechterverhalten. Deutschland ist immerhin auf Platz 12. Global betrachtet wird deutlich, wie wichtig es ist, dass sich Menschen weltweit für weibliche Werte und Rechte einsetzen. In Ländern wie Indien, Japan und vielen muslimisch geprägten Regionen sind Frauendiskriminierung und Unterdrückung Alltag. Die Mission hinter „Free the Nipple“: Das Bewusstsein wecken! Aufmerksam auf die geschlechtliche Ungleichheit und Ungerechtigkeit machen. Das gelingt der feministischen Bewegung schon ganz gut. Oberkörperfrei, im Sinne von „Free the Nipple“, demonstrieren und engagieren sich Menschen weltweit für die Organisation und kämpfen für Gleichberechtigung.

„Nipplefree“ ein Zeichen setzen.

Du möchtest dich auch dafür einsetzen? Natürlich kannst du gemeinsam mit anderen „nipplefree“ in die Öffentlichkeit treten und damit die Bevölkerung auf die Bewegung aufmerksam machen. Die Organisation verwendet eure Bilder und unterstützt die Initiative auf sozialen Netzwerken.
Nicht unbedingt dein Ding? Als Alternative findest du auf der Website der Organisation hippe Merchandise Artikel zu kaufen. Die sehen nicht nur cool aus, sondern vermitteln eine deutliche Botschaft.

Aber am meisten hilfst du natürlich, in dem du offen und ehrlich deine Meinung und Einstellung kommunizierst. Sobald du also Zeuge von Unterdrückung oder Fehlverhalten gegenüber Frauen wirst – sei es im Job oder privat – mach den Mund auf. Denn nur ein Shirt allein hilft nicht, um für Gleichberechtigung zu kämpfen. Mut, Selbstbewusstsein und Solidarität sind viel wichtiger, um zukünftig auf eine Welt zu treffen, in der jeder Mensch gleichermaßen toleriert und akzeptiert wird. Und wenn es dafür eine Initiative benötigt, die mit nackten Brüsten provoziert, dann finden wir es gut, denn das Resultat lautet: Wir reflektieren uns selbst und die Welt da draußen wieder einmal mehr.

Geschrieben von Superjournalistin & Powerfrau: Lisa C. 

Breche mit uns gemeinsam Tabus und hol dir deine Designbox für dein Badezimmer!