Glyphosat in Tampons?!

Im Jahr 2016 kamen wir während unserer Reise durch Indien auf die Idee, Tampons anzubieten. Der Grundgedanke: Tolle Design-Verpackungen, die das Tabu endlich in Angriff nehmen kombiniert mit einem super Service: Unserem Tampon-Abo.

Wir machten uns auf die Suche nach Herstellern für eine Zusammenarbeit. Denn let’s be honest: Die Profis der Tampon-Produktion waren wir nicht gerade. Wir hatten Gespräche mit Anbietern auf nationaler und internationaler Ebene. Aber es gab immer einen Punkt, an dem das Gespräch schwammig wurde: Bei den Inhaltsstoffen. Über die Herkunft der Baumwolle, die Herstellung der Viskose und die Klebstoffe wollte niemand wirklich Auskunft geben.

Wenn dir niemand Auskunft geben möchte, musst du sie dir selbst besorgen.

Und das taten wir. Wir recherchierten 2.0, durch alte Studienarchive über TSS und Hygieneprodukte, bestellten vergangene Öko-Test-Magazine und begannen, unabhängige Personen anzurufen. Bis zu dem Telefonat, das unser Leben veränderte: Eine unabhängige Quelle erzählte uns, weswegen es so schwer sei, an Informationen zu gelangen. Werbeverträge zwischen Verlagen und Wirtschaftskonglomeraten erschwerten  unabhängigen Journalismus über die Inhaltsstoffe. Unabhängige Studien über TSS und Rückstände von Chemikalien würden vor Veröffentlichung aufgekauft werden. Was nach Verschwörungstheorien klingt, hat uns dazu gebracht, aufzuwachen.

 

Durch einen Zufall stießen argentinische Forscher auf Glyphosat.

Genauso wie die Forschergruppe EMISA (Multidisziplinärer Raum für ökologische Interaktion) von der argentinischen Univerität La Plata, die 2015 durch Zufall auf schockierende Ergebnisse gestoßen war. Anhand von sterilem Baumwollgebe, sogenannten Gazen, wollten sie den Glyphosatgehalt in der Luft messen. Wiederholt stellten sie jedoch fest, dass die Baumwollgebe bereits Glyphosat enthielten.

Der gezielte Weg in den Supermarkt und Apotheken und die Untersuchung von Wattestäbchen, Tampons, Binden, Wattepads, Pflaster, Verbandsmaterial aller Marken schockiert auch die taz und zitiert Dr. Damián Marino, den Leiter des Forschungsprojekte: „85% der untersuchten Produkte waren Glyphosat-positiv, und 62% enthielten den Abbaustoff AMPA (Aminomethylphosphorische Säure)“.

Wie gelangt Glyphosat in Tampons?

Genmodifizierte Baumwollpflanzen sind eher Regel als Ausnahme und werden während des Wachstums, bei geöffneten Knospen mit Glyphosat besprüht. Abgesehen von der mutmaßlich krebserregende Wirkung, können diese Stoffe durch Tampons an die absorbierendsten Körperstellen von uns Frauen gelangen.

Für uns gab es nur eine Konsequenz: Eine Alternative suchen. Denn wir würden es niemals ethisch mit uns vereinbaren können, potenziell gefährliche Produkte zu verkaufen. Im Gegenteil: Unsere Produkte möchten wir nur anbieten, wenn wir sie selbst nutzen. Im Nachhinein sind wir dankbar für die ehrliche Unterstützung, die schockierenden Ergebnisse unserer Recherchen… Denn durch sie haben wir einen zertifizierten Produktionspartner in Europa gefunden, der unseren Weg begleitet und bereit war, 100% Bio-Baumwolle für die Produktion zu verwenden. Das bedeutet, dass der Anbau und die Weiterverarbeitung des Materials vollständig ohne Chemikalien abläuft. Wir hoffen, ihr seid mit unseren Bio-Tampons genauso zufrieden wie wir. Wir möchten, dass ihr euch mit unseren Produkten zu 100 Prozent wohl und sicher fühlt.

Testet sie gerne kostenlos: hier

Du bist Journalist und möchtest darüber berichten? Weitere Informationen zum Thema findest du hier.