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Großbritannien – von der Fastfoodgesellschaft zum Umweltvorbild.

Unsere britischen Nachbarn waren ja schon immer speziell mit ihrem ganz eigenen Humor oder den für den deutschen Gaumen schräg anmutenden Essgewohnheiten. Aber neben Brexit und Fußball WM ist in den vergangenen Wochen und Monaten ein wenig untergegangen, dass die Briten sich vorbildlich im Bereich der Vermeidung von Plastikmüll zeigen.

Plastikstrohhalme werden zu Milliarden weggeworfen.

Da die Briten jedes Jahr 8,5 Milliarden Plastikstrohhalme wegwerfen – es gibt im Königreich sehr viele Möglichkeiten „to go“ Essen zu bekommen, besonders da dies günstiger ist als vor Ort zu essen (beim „to stay“ wird Steuer fällig).

Bereits Anfang des Jahres hatte der Umweltminister Michael Cove ein Gesetzt angekündigt, dass Strohhalme, Wattestäbchen und Umrühr-Stäbchen verbieten soll. Des weiteren hat die britische Regierung angekündigt bis 2042 alle vermeidbaren Plastikprodukte zu verbieten. Ausnahmen hierbei ist der Einsatz von Einwegplastik im medizinischen Bereich.

Plastik Einwegprodukte haben auf der Insel nichts mehr zu suchen!

Auch die Queen setzt sich für die Vermeidung von Plastik ein. In ihrem Parlament wird bis 2019 komplett den Einsatz von Einwegplastik verzichtet und durch recycelbare Alternativen ersetzt. Derzeit wird bereits auf Getränke in Plastikflaschen verzichtet.

Neutral und in Sachen Plastikreduktion mal wieder voraus:

 

Das Schweizer Parlament ist ihnen einen Schritt voraus. Dort sind bereits alle Plastikbecher etc. verboten worden. Die einzige Ausnahme sind PET – Flaschen mit Saft und Wasser während offizieller Veranstaltungen.

Auch andere britische Firmen haben bereits angekündigt künftig auf Plastik verzichten zu wollen. Zum Beispiel der britische Sender „BBC“ will bis 2020 plastikfrei werden. Die Supermarktkette „Iceland“ (Spezialist für Tiefkühlprodukte) hat angekündigt bis 2023 auf alle Plastikverpackungen der Eigenmarken zu verzichten und arbeitet derzeit an recycelbaren Verpackungsmöglichkeiten. Die Supermarktkette „Waitrose“ verkauft „Coffee-to-go“ nur noch, wenn ein eigenen Becher mitgebracht wird.

Beim Thema Plastikmüll schreien wir nicht „hier“!

Deutschland hinkt dagegen hinterher. Während wir im europäischen Vergleich weit vorne im Bereich des Recyclings sind, produzieren wir auch noch viel zu viel Hausmüll. Um diesen Müll zu vermeiden arbeitet die Supermarktkette „Edeka“ derzeit an Lösungen um auf die Etiketten und Verpackungen bei Obst und Gemüse zu verzichten. Durch den Einsatz von Lasern sollen Etiketten direkt in die Schale von beispielsweise Zitronen geschnitten werden. Mit dieser Methode können jährlich ca. 50 Millionen Folien und Etiketten eingespart werden. Diese Methode funktioniert allerdings nur bei Obst und Gemüse mit einer harten Schale. Bei Kirschen wäre dies nicht machbar. Dieser Vorgang heißt „Smart Branding“ und damit würden Bio-Gurken dann auch auf diesem Wege das „Bio – Siegel“ erhalten. Derzeit müssen Bio-Gurken in Plastik verschweißt werden um sie von den anderen Gurken abzugrenzen. Auch Rewe und Lidl wollen künftig auf den Verkauf von Plastikstrohhalmen verzichten.

Zeit selbst zu handeln: Für weniger Plastik in Deutschland!

Die deutsche Regierung hingegen plant keine eigenen Lösungen, sondern wartet auf offizielle Beschlüsse der EU. Die Europäische Union hat aber bereits Anfang des Jahres angekündigt, dass bis 2030 alle Wegwerf-Plastikartikel durch wiederverwertbare Produkte ersetzt werden sollen.

 

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Quellen:
1) https://www.oceancare.org/de/zum-plastiksack-verbot-der-schweiz/
2) https://www.welt.de/wirtschaft/article178757186/Lidl-und-Rewe-verbannen-Plastik-Trinkhalme.html
3) https://www.abendblatt.de/hamburg/article214928641/Edeka-verzichtet-auf-Plastik-und-lasert-Gurken-und-Kiwis.html
4) https://www.theguardian.com/environment/2018/may/15/uk-government-to-remove-single-use-plastics-from-parliament

Mikroplastik – Unsichtbar, aber immer da!

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