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eyd, empower your dressmaker

Stoffreste für Pads for Girls

Wir waren behind the scenes beim Modelabel eyd aus Stuttgart. Uns verbinden nicht nur Materialien aus biologischem Anbau – nein, Indien liegt Gründerin Nathalie Schaller und uns sehr am Herzen.

Die Beschreibung klein aber oho, trifft hier voll und ganz zu, denn sie haben eine große und wunderbare Mission: Durch ihre fair und nachhaltig produzierter Kleidung helfen sie Frauen in Indien, die aus der Zwangsprostitution kommen, wieder Fuß zu fassen.

Werkstatt in Indien
Werkstatt in Mumbai

Was uns mit eyd verbindet?

Zusammen mit Fair Fashion Gründerin Nathalie Schaller haben wir unser erstes Sozialprojekt in Indien Pads for Girls ins Leben gerufen. Ein echtes Herzensprojekt. Pro abgeschlossenem Abo bei uns im Shop oder Kauf in deinem dm-drogerie markt wird eine Frau in Indien mit einer waschbaren Stoffbinde versorgt.

Produziert werden die sau(g)starken Stoffbinden aus Stoffresten von eyd! Und genäht werden sie von indischen Frauen, die aus Prostitution und Gewalt befreit wurden. In unserem Partnerverein Chaiim erhalten die Frauen eine Ausbildung zur Näherin und faires Gehalt. 

Mehr zu Pads for Girls

eyd im Interview

Bei unserem Besuch konnten wir der Gründerin Nathalie gleich ein paar Fragen zu diesem hammer Business stellen:

Von Fair Fashion haben viele schon gehört – ihr gebt dem Begriff aber eine wirklich neue Bedeutung. Denn bei euch steht nicht der Gewinn im Fokus, sondern die Produzentinnen eurer Kleidung. Wie kam es zu dieser super Denkweise?

Eyd: Ich selbst komme eigentlich gar nicht aus der Modebranche, sondern bin Juristin. Gerechtigkeit lag mir schon immer am Herzen. Mir ging es daher von Anfang an nicht darum, ein neues Modelabel zu gründen. Denn davon gibt es schon genug.

Wir sehen uns eher als gut gekleidete Menschenrechtsinitiative. Im Kern geht es uns darum, unseren Näherinnen zu helfen. Denn die haben eine super schwere Vergangenheit in der Zwangsprostitution hinter sich und hätten ohne uns kaum eine wirkliche Perspektive im Leben. Unser Leitsatz „Empower your Dressmaker“ bringt das auf den Punkt.

„Aid is in the making.“ Bei euch steht Female Empowerment an erster Stelle, wie schafft ihr es noch eure Produzentinnen in Mumbai zu unterstützen?

Eyd: Die Frauen in unserer indischen Partnerwerkstatt bekommen nicht nur faire Arbeit in einem liebevollen Arbeitsumfeld, sondern sie bekommen jeden Nachmittag auch psychologische Betreuung, Unterricht in basic life skills und können sogar einen Schulabschluss nachholen.

 

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Näherin in der eyd-Werkstatt
Bilder: Michael Colella

Das Projekt ist nicht darauf ausgelegt, die Frauen für immer als Näherinnen zu behalten (außer natürlich, sie möchten das so), sondern die Frauen sollen ihre Talente und Träume entdecken und werden darin unterstützt, ihr Leben in Freiheit zu gestalten.

 

 

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Schulunterricht für die Näherinnen

Bilder: Michael Colella

 

Jede Produzentin wird bei eyd in der Kleidung verewigt, warum ist das so wichtig?

Eyd: Uns war es wichtig, eine Brücke zwischen der Näherin und dem Käufer zu schlagen. In jedem Kleidungsstück findet man daher einen individuellen Blumenstempel der Frau, die an dem Kleidungsstück gearbeitet hat.

Auf unserer Homepage kann man dannunter dem entsprechenden Blumensymbol ein bisschen mehr über die jeweilige Frau erfahren. Damit wollen wir den Käufern hierzulande einen kleinen Einblick geben und für die Frauen in Indien ist es eine große Wertschätzung.

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Imprint in Blumenform
Bild: Michael Colella

 

Back to the start. Wie kommt man eigentlich vom Jura Studium zur Gründung eines Modeunternehmens?

Eyd: Als ich vor ein paar Jahren bei einem sozialen Einsatz Frauen kennen lernte, die aus Zwangsprostitution befreit worden waren, war mir sofort klar, dass ich solchen Frauen helfen möchte. Denn diese Frauen brauchen berufliche und persönliche Perspektiven um den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

Zu der Zeit wurden auch die Produktionsbedingungen in der Modeindustrie immer mehr beleuchtet und ich konnte schließlich nicht mehr mit gutem Gewissen Klamotten Shoppen. Und da kam dann die Idee auf, ein eigenes bio-faires Modelabel zu gründen, das durch die Produktion Frauen mit aus der Zwangsprostitution eine neue Perspektive bietet.

Ein großer Schritt, die Kanzlei deines Vaters nicht zu übernehmen und dich deinem eigenen Business zuzuwenden – sicherlich war Dad nicht sofort begeistert. Was waren noch Schwierigkeiten eurer Erfolgsgeschichte? Und wie seid ihr mit ihnen umgegangen?

Eyd: Ja, meine Eltern waren am Anfang sehr skeptisch. Mittlerweile sind sie aber die größten Fans. 🙂 Wir hatten das Projekt ursprünglich mal ehrenamtlich/nebenberuflich angefangen.

Als wir das Projekt dann schließlich professionalisieren und zum Beruf machen wollten, mussten wir alles nochmal komplett neu denken und neu aufstellen. Das war ziemlich anstrengend. Aber an so Punkten muss man einfach langfristig denken.

Was sind die Pläne für eure magische Zukunft?

Eyd: Oooooh wir haben viele und große Pläne. 🙂 Die Modewelt revolutionieren, ganz vielen Frauen helfen… und dann unbedingt ein Buch drüber schreiben . 🙂

Bei so viel Female Empowerment möchte man eure Botschaft am liebsten in die ganze Welt hinausschreien. Wie kann man euch Powerfrauen unterstützen?

Eyd: Shoppen, Weitertragen, Weitererzählen….denn jeder Kauf hilft!

The Female Company: Na dann schauen wir doch noch bei der Sommerkollektion vorbei. Für die Wintersaison gibt es sogar schon einen Pre-Sale 😉

 

Sommerkollektion 2019
Bild: Mathis Leicht
Header: David Sünderhauf

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