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Schlüpfhelfer*innen: Der Knochenjob der Hebamme

Der Job als Hebamme. Wenn es einen Beruf gibt, den ich für maßlos in unserer Gesellschaft unterschätzt halte, dann den der Hebamme und Geburtshelfer. Direkt danach kommt Erzieher*in. So viel Freude, Glück, Verantwortung und Schmerz, geballt in einem Berufsbild. Chapeau! Wer sich für diesen Beruf entscheidet, verdient unseren vollsten Respekt. Wer interessiert sich schon für Bänker, Anwälte und Co.? Hebammen und Geburtshelfer, das sind die wahren Helden unserer Nation! 

Hä?! Hebammen als Heldenglorifizierung, geht’s noch …  

Das werden sich jetzt vielleicht einige fragen. Leisten nicht Ärzte und Piloten im direkten Vergleich, nicht genauso viel oder mehr? Vermutlich.

Hebammen können kein Flugzeug vorm Absturz retten und erforschen auch keine Impfstoffe gegen unheilbare Krankheiten, die hunderten, ja sogar tausenden von Menschen das Leben retten. Sicherlich nicht. Aber, dass diese Leistungen vollbracht werden können, dafür müssen diese Menschen erst einmal sicher auf die Welt gebracht werden. Und hier haben, neben den gebärenden Superwomen aka Müttern, Hebammen nun mal einen nicht unerheblichen Anteil. 

Das bisschen Baby schaukeln … 

Nein, um gleich falsche Vorstellungen beiseite zu räumen. Hebammen und Geburtshelfer schaukeln nicht den lieben langen Tag Babys in den Armen. Machen Sie in der Regel natürlich schon. Aber ich würde es mal so formulieren: Das ist die Kür und nicht die Pflicht. Was ist also der Job einer Hebamme? Und hier könnte man jetzt einen eigenen Blog-Post schreiben, nur mit Aufzählungen, was es im Berufsalltag einer Hebamme alles so zu erledigen gibt.

Schließlich begleiten Hebammen Frauen medizinisch, während der Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett. Wenn Ihr euch ein genaueres Bild vom Alltag eines Geburtshelfers und einer Hebamme machen wollt, dann schaut euch diese PULS Reportage an. 

Aus Sicht einer Mutter würde ich den Job so beschreiben: Eine Hebamme ist Mentor, Coach, Lebensretter (ja, wörtlich gemeint), Mutmacher, Babyexperte und … ach, in der ersten Zeit? Einfach ALLES. Kurzum: Hätte ich diesen Support vor, während und nach der Geburt nicht gehabt, oh Girl, ich wüsste nicht in welcher, vor allem physischen, Verfassung ich die ersten Wochen und Monate über die Bühne gebracht hätte. Vermutlich hätte ich meinem Partner an irgendeinem Punkt das Baby einfach in den Arm gedrückt und wäre “mal kurz Zigaretten kaufen gegangen …”. Natürlich nicht. 

Was ich damit sagen will: Eine Hebamme an seiner Seite zu wissen, wenn man einfach mal null Ahnung von Garnichts hat. Es ist einfach Gold wert.

Und jetzt kommt der Clou: Jeder Frau steht gesetzlich die Betreuung einer Hebamme zu, nur kann das nicht jede frischegebackene Mutter in Anspruch nehmen. Denn: In vielen Teilen Deutschlands herrscht Hebammenmangel. Surprise! Was das bedeutet? Solltest du in einer Stadt wie München, Hamburg oder Berlin leben, solltest du dich schleunigst auf die Suche machen, sobald du den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hältst. Genau. Sofort.

Denn 20 – 30 erfolglose Anrufe sind keine Seltenheit. Manche Hebammen-Praxen sind sogar bis zu einem halben Jahr im Voraus ausgebucht. Und die Wahlfreiheit so zu gebären, wo und wie du das gerne möchtest, ist auch nicht immer gegeben. Entweder ist die klinische Geburtshilfe auf ein paar wenige Krankenhäuser verteilt, und/oder die freiberufliche Versorgung ist unterbesetzt. 

Woher dieser Engpass im Gesundheitssystem kommt?

Schaut man sich die reinen Zahlen an, sind in Deutschland aktuell ca. 24.000 Hebammen aktiv. Hört sich erst einmal nicht schlecht an. Davon sind aber einige in Teilzeit beschäftigt, oder bieten z. B. keine Nachsorge und Betreuung im Wochenbett an. So. Und wie sieht es in den Krankenhäusern aus? Da müssen viele der Geburtshelfer*innen Überstunden schieben und nicht selten drei oder mehr Frauen gleichzeitig betreuen. Hinzu kommt, dass Hebammen Haftpflicht versichert sein müssen. Seit 2002 hat sich dieser Pflichtbeitrag verzehnfacht. Und das bei einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 2.000 – 2.400 Euro brutto!  Hinzu kommen noch unfassbar teure Versicherungen, die Hebammen für das Ausüben ihres Jobs brauchen.

Du brauchst dringend einen Rat von einer Hebamme?

Schau mal auf Seiten wie kinderheldin.de vorbei, dort beraten dich super nette, erfahrene Hebammen.

Waaas, soviel Job für so wenig Kohle?! 

Jep. Wir befinden uns im Jahr 2019 und in Deutschland wird der Beruf von Geburtshelfer*innen immer noch mehr als bescheiden honoriert. Höchste Zeit das wir uns alle engagieren. Eine super Aktion, die auf diese Misere aufmerksam macht istLieber Jens… 

Hier können junge Eltern, Hebammen und Betroffene eine Postkarte an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schicken und auf die aktuellen Zustände aufmerksam machen. Klingt gut? Ist gut!  Und falls ihr euch das nächste Mal fragt: was war zuerst da, Henne oder Ei. Der Job der Hebamme natürlich 😉 

 

Übrigens… Hebammen sind begeistert von unseren Produkten

Wir lassen regelmäßig unsere Produkte von Hebammen testen und fordern Feedback ein. Was Hebammen über unsere Produkte sagen, kannst du auf unserer Erfahrungen-Seite nachlesen.

Hebamme Kathrin

Hebamme Christiane

Hebamme Christiane

Hebammen  Anja & Marie

hallohebamme

Hebamme Jenny

Hebamme Jenny

 

 

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