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Alternative Verhütung Pille

Kein Bock (mehr) auf die Pille? Alternative Verhütung 2.0

Lust auf Sex, aber bitte ohne die Pille? Was 1960 als offizielles Verhütungsmittel auf den Markt kam und damals als sexuelle Selbstbestimmung der Frau gefeiert wurde, hat für viele Frauen heutzutage einen fiesen Beigeschmack.

Ja, die Antibabypille gehört zu den sicherste Verhütungsmethoden überhaupt.
Ja, die Pille ist einfach in der Anwendung.
Ja, wir Frauen haben mit dieser Verhütung die ultimative Macht über unseren Körper.

Oder etwa doch nicht?

Klar ist: Wenn man die Pille täglich zur gleichen Uhrzeit einnimmt und auch sonst ein paar wichtige Spielregeln beachtet, ist dieses Verhütungsmittel schon fast ein Heiliger Gral. Glänzen tut dieser allerdings schon lange nicht mehr.

Ganz im Gegenteil! Die Fassade der ach-so-tollen-Pille beginnt zu bröckeln. Pff, was sagen wir – riesige Zacken brechen aus der Krone. Kein Wunder, dass die Pille für den Mann komischerweise ziemlich lange auf sich warten lässt. Aber klar, wozu sich mit Hormonen vollpumpen, wenn das weibliche Geschlecht das schon seit Jahren „freiwillig“ macht? *facepalm*

Sicher verhüten – ohne Pille

Für mich persönlich kommt die Pille nach rund 13 Jahren Einnahme nicht mehr in Frage. Denn seit die Antibabypille in mein Leben getreten ist, hat die Libido oft einfach keine Lust vorbei zu kommen. YAY! Absoluter Jackpot – nicht.

Als ich die Pille dann abgesetzt habe, wurde ich doch leicht panisch und hatte 3000 Fragezeichen im Kopf. WTF! Womit verhüte ich jetzt bloß? Logo, wir alle kennen das Kondom und die Hormon-Spirale, irgendwie wurde ich mit diesen beiden Freunden aber von Anfang an nicht warm. Sonst hätte ich es mit der Pille ja auch irgendwie gleich sein lassen können.

Natürlich hatte ich stets die Möglichkeit, mit meiner Frauenärztin über alternative Verhütungsmethoden zu quatschen, aber mit fast 30 war mir das einfach unangenehm. Ich meine, ich hatte in der Schule aufgepasst und bin generell sehr belesen, aber DAS hat mich dann doch überfordert.

Alternative Verhütungsmethoden zur Pille im Überblick

  1. Kupferspirale
  2. Diaphragma
  3. Hormon-Spirale
  4. Vaginalring
  5. Frauenkondom
  6. Natürliche Familienplanung
  7. Dreimonatsspritze
  8. Hormonstäbchen
  9. Hormonpflaster
  10. Kondom

Verhütungsmethoden 2.0 im Schnellcheck

Natürlich variieren bei der Pille die individuellen Erfahrungen. Aber aus welchem Grund auch immer du keine Lust (mehr) auf diese Art der Verhütung hast, wir servieren dir hier 10 Alternativen quasi auf dem Silbertablett.

Wusstest du, dass wir Frauen zwischen mehr als 10 unterschiedlichen Verhütungsmethoden wählen können? Kann mir dann mal bitte jemand erklären, wieso wir fast immer zur Pille greifen?

Die Kupferspirale

Egal ob Kupferspirale, Kupferkette oder der Kupferperlenball, sie alle zählen zu den sogenannten Intrauterinpessaren und kommen ganz ohne Hormone aus. So far, so good.

Was? Optisch erinnert die Kupferspirale an eine T-Form, deren Stamm mit Kupferdraht umwickelt ist. Die Kupferkette hingegen besteht aus einem Nylonfaden, auf dem kleine Kupferröhrchen aufgezogen sind. Von dem Kupferperlenball habe ich noch nie was gehört, hier sollen die Röhrchen auf einem dreidimensionalen Faden-Gebilde angebracht sein. Ähm, okay!

Wie? Eine Sachen haben sie dann doch alle gemeinsam: Das Kupfer verändert die Biochemie in der Gebärmutter und hemmt dadurch die Beweglichkeit der Samenzellen. Sollte ein Spermium besonders flink sein und eine Eizelle befruchten, halten die Kupferionen die Eizelle davon ab, sich bei dir einzunisten.

Wo? Alle Intrauterinpessare werden grundsätzlich nur von deinem Frauenarzt eingesetzt und ja, das kann aufgrund der Enge untenrum echt schmerzhaft sein. Daher wird es meistens Frauen empfohlen, die schon ein Kind zur Welt gebracht haben. Obwohl die Kupferspirale drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter verbleiben kann, sind regelmäßige Nachkontrollen empfehlenswert.

Das Diaphragma

Auch das Diaphragma kommt ohne Hormone aus, ist in der Anwendung allerdings ein wenig kompliziert. Bei falschem Sitz kann es logischerweise nicht zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Solltest du also keine Babys planen, sollte dein Gang auch hier immer erst zu deinem Frauenarzt führen.

Was? Optisch erinnert das Diaphragma an eine runde Kappe aus Silikon.

Wie? Das Diaphragma ist der Türsteher deiner Mumu. Samenzellen kommen hier nicht rein! Dieses Verhütungsding bedeckt den Muttermund und wird von der Muskulatur deiner Vagina gehalten. Es gibt auch kleinere Portiokappen. Diese saugen sich direkt am Muttermund fest.

Wo? Selbst ist die Frau oder wie war das doch gleich? Das Diaphragma wird vor dem Sex eingesetzt. Entweder direkt davor oder bis zu zwei Stunden früher. Mal eben schnell ein Quickie ist also nicht drin bzw. wird die Lust durch die eigentliche Handlung der Verhütung kläglich unterbrochen. Das ist aber noch nicht alles – zusätzlich musst du noch ein Verhütungsgel auftragen, das Spermien bewegungsunfähig macht. Nach dem Sex sollte das Diaphragma mindestens acht Stunden in der Vagina verbleiben. Jippieh!

Die Hormon-Spirale

Schon mal gehört? Der Name lässt es schon vermuten: Die Hormon-Spirale hat was mit Hormonen zu tun. Wenn du die Pille also aufgrund der notwendigen Hormonzufuhr nicht mehr nehmen möchtest, ist die Hormon-Spirale echt nichts für dich.

Was? Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Modellen, die sich in Größe, Hormonmenge und Anwendungsdauer unterscheiden.

Wie? Die Hormon-Spirale sitzt in der Gebärmutter und gibt dort kontinuierlich eine kleine Menge des Hormons Gestagen ab. Sie wirkt also ähnlich wie eine Minipille. Oftmals haben Frauen unter der Anwendung der Spirale kaum Regelschmerzen und eine deutlich schwächere Blutung. Wie bei der Pille können gerade zu Beginn allerdings Schmierblutungen auftreten.

Wo? Merke dir: Spiralen bitte immer durch einen Arzt in die Gebärmutter einsetzten lassen. Sonst gibt’s ne Sauerei und es kann gefährlich werden …

Der Vaginalring

Hormone olé! Der Vaginalring wirkt ebenfalls mit Hormonen und ist von der Anwendung im Prinzip mit der Pille zu vergleichen.

Was? Der Vaginalring ist fünf Zentimeter groß und wird wie ein Tampon in die Scheide eingeführt, wo er kontinuierlich Hormone freisetzt.

Wie? Wie schon gesagt – der Vaginalring ist eine Art Pendant zur Pille. Einmal eingesetzt, wird er nach 21 Tagen wieder entfernt. Die anschließende siebentägige Pause mit einer Abbruchblutung kommt uns auch hier sehr bekannt vor?!

Wo? Kann wunderbar alleine eingesetzt und wieder entfernt werden. Der Gang zum Frauenarzt ist nur bei Beschwerden notwendig. Sollte der Ring beim Sex einmal verrutschen, mit lauwarmem Wasser abwaschen und sofort wieder einsetzen.

Das Frauenkondom

Na klar, die Männerpille lässt auf sich warten, aber das Frauenkondom gibt’s natüüürlich schon. Merkste was?

Was? Das Frauenkondom besteht aus Nitril oder Polyurethan und sieht wie das klassische Präservativ aus, nur eben deutlich weiter. Am Ende sitzt ein Ring, der für festen Halt in der Vagina sorgen soll.

Wie? Hier wird nix über-, sondern eingeführt – das Frauenkondom wird über die Schamlippen gestülpt und galant in die Vagina geleitet. Für das optimale Liebesspiel solltest du zusätzlich Gleitmittel im Frauenkondom und auf den Penis auftragen.

Wo? Jederzeit anwendbar. Sogar bereits Stunden vor dem Sex. Aber wie das klassische Kondom, ist auch das Modell für die Damen eine einmalige Sache – zum Glück!

Verhütung ohne Hormone?

Wer eine Verhütung ganz ohne Hormone anstrebt, der hat nicht unbedingt viele Möglichkeiten. Neben der natürlichen Familienplanung, die vor allem für Frauen mit Kinderwunsch ideal ist, bilden Kondom und Diaphragma ein Licht am Ende des Tunnels – sind aber auch irgendwie nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Die Kupferspirale ist da schon zeitgemäßer. *hihi*

 

Über die Vulva-Bloggerin

Carolina

Carolina ist ein absoluter Ordnungsfreak - sie weiß sofort, wo sie gar nicht erst suchen braucht ;) Als leidenschaftliche Schreiberin schlägt ihr Herz für Minimalismus, Schweden und Yoga - vor allem aber für ihren Hund, mit dem sie echt alles teilt. Ok, fast! Das Leberwurst-Eis überlässt sie dann doch lieber ihrer kleinen Fellnase.

Zu allen Artikeln von Carolina
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