Menstruationstasse läuft aus? Auf dem Prüfstand!

Die Menstruationscup wird als Tampon Alternative gehypt. Hier sind meine Top 3 Vor- und Nachteile.

Ist die Menstruationstasse in jeder Lebenslage praktisch?

Vor meinem „ersten Mal“ Menstruationscup war ich (wie sicher die meisten Girls) super skeptisch und hab der kleinen Tasse auch nicht ganz getraut. Erst einmal wirkt die Größe und Form etwas befremdlich (obwohl ich mir eine S bestellt habe), aber die Flexibilität des Kunststoffs hat mich dann doch überzeugt, es zu wagen. Ich habe bei der Auswahl der Cup besonders auf das Material geachtet und deshalb auch gern ein wenig mehr Geld in die Hand genommen. Viele von günstigeren Hersteller enthalten eben auch günstige Silikone – lösliche Stoffe, von denen ich nicht möchte, dass sie mein Körper aufnimmt. Beim Shampoo achte ich da schon lange drauf – erst recht dann auch bei Produkten, die für mehrere Stunden in meinem Körper bleiben sollen. Andernfalls hätte ich einfach ein schlechtes Gewissen – wir sind es uns doch wert! 😉

Praktisch ist die Menstruationstasse in vielen, nicht jedoch in jeder Lebenslage.
Beispielsweise nicht, wenn ihr es super eilig zur Bahn habt und in letzter Sekunde erst bemerkt, dass ihr über Nacht eure Periode bekommen habt und ohne Schutz nicht aus dem Haus könnt. So ging es nämlich mir beim ersten Test – Ergebnis: Menstruationstasse läuft aus! Eine Lösung auf die Schnelle also eher weniger (außer man ist schon geübt).

Da ich aber an 2. Chancen glaube erfahrt ihr hier meine Meinung, nach einem zweiten, dritten, vierten… Testlauf.

Die Menstruationstasse und meine Top 3 – Vorteile

  1. Fassungsvermögen:
    Eine Menstruationscup kann je nach Größe zwischen 15 und fast 30ml Blut auffangen, es dauert also länger, bis sie “überläuft” – trotzdem muss sie aus Hygienegründen regelmäßig ausgewaschen werden.
  2. Forget-about-your-period-Effekt:
    Da ich meine Regel nur schwach habe, konnte ich sie tatsächlich für einige Stunden vergessen und war völlig sorgenfrei (allerdings erst nach einigen Versuchen). Die Menstruations Tasse darf bis zu 12 Std. in deinem Körper sein und eignet sich deshalb für besonders lange Bürotage oder Autofahrten.
  3. Keine Bändchen-Panik:
    Beim Schwimmen und in der Sauna super! Allerdings bleibt das Misstrauen bei den ersten Bahnen, ob sich nicht doch ein Rinnsal durchmogelt.

Die Menstruationstasse und meine Top 3 – Nachteile

  1. Übungssache:
    Definitiv wird man nicht Herr oder besser Frau der Tassen, wenn man sich keine Zeit für sie nimmt. Ich bin immer auf dem Sprung, weshalb auch meine Versorgung während der Periode einfach schnell gehen muss. 
  2. Bloody Hell:
    Nichts für schwache Nerven oder Menschen, die sich vor zu viel Blut gar ekeln. Unbefleckt kommt man nicht davon und lernt sich auf neue und intensive Art & Weise kennen.
  3. Wechseln unterwegs:
    Kein leichtes Unterfangen und erfordert auch ganz schön viel Selbstbewusstsein, wenn man auf der öffentlichen Toilette mit der Tasse in der Hand zum Waschbecken muss oder mit blutigen Fingern aus dem Klo kommt. Für zu Hause hui – Unterwegs pfui! Hier ist auch die Toleranz anderer gefragt, die nicht unbedingt so tiefe Einblicke in die Privatsphäre einer anderen Frau erleben möchten.

Menstruations-Tasse: Meine Testergebnisse

Die Testergebnisse beruhen auf meinen ganz persönlichen Erfahrungen und meiner subjektiven Meinung. 😉

Mein Fazit: Ich bleibe bei Bio-Tampons!

Ich habe oft wenig Zeit und möchte flexibel bleiben. An den meisten Tagen lebe ich spontan und möchte nicht planen müssen, wie ich meinen Abend gestalte, wann ich auf eine öffentliche Toilette gehe und ob ich dann wohl meine Menstruationstasse wechseln muss. In bestimmten Situationen werde ich trotzdem sicher auch mal auf die Menstruationscup zurückgreifen. Beispielsweise beim Reisen auf langen Strecken ohne die Möglichkeit meinen Tampon rechtzeitig zu wechseln. Mehr zum Thema Menstruationstasse beim Reisen erfahrt ihr in diesem Artikel.

Welche Erfahrungen habt ihr bereits gemacht? Wir freuen uns über eure Meinung!