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Weltfrauentag 2021

News Recap – Das Coronavirus

Der März 2020. Ein Monat im absoluten Ausnahmezustand. Leere Regale, gehamsterte Tampons. Ja, auch hier kommt die Nachrichtenübersicht nicht ohne das Coronavirus aus. Denn diese Pandemie beschäftigt uns. Sie berührt unseren Alltag, genauso wie euren. Und sie hat besondere Auswirkungen auf das Leben von Frauen.

Hilfe für Frauen in Corona-Zeiten

Das hat auch Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend festgestellt. Aus diesem Grund  hat sie gemeinsam mit den Gleichstellungs- und Frauenminister*innen der Länder zehn Maßnahmen vereinbart:

  1. Aufrechterhaltung des Hilfetelefons gegen Gewalt an Frauen 08000 116 016
  2. Aufrechterhaltung des Hilfetelefons „Schwangere in Not“ 0800 40 40 020
  3. Schwangerschaftskonfliktberatung
  4. Bundesförderprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“
  5. Schaffung eines sozialen Schutzschirms für die Frauenhaus- und Frauenberatungsinfrastruktur in Deutschland
  6. Pragmatische Lösungen für Corona-bedingte Engpässe bei Frauenhauskapazitäten finden
  7. Handhabung des Prostituiertenschutzgesetzes
  8. Nutzung der Wegweisungsmöglichkeiten der Landespolizeigesetze und des Gewaltschutzgesetzes
  9. Verstärkung der Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit
  10. Initiative www.staerker-als-gewalt.de weist auf Hilfsangebote hin

Diese Maßnahmen zielen zunächst darauf ab, die Beratung von Frauen trotz Kontaktverbot aufrecht erhalten zu können. Zudem wird befürchtet, dass die Isolation- und Quarantänemaßnahmen zu einer zunehmenden Gewalt gegen Frauen führen könnten. So hatte eine chinesische Frauenrechtsorganisation im Zuge der Corona-Krise über eine Verdreifachung der Anrufe wegen häuslicher Gewalt berichtet. Und das Ganze scheint leider Sinn zu ergeben.

Die Corona-Krise führt zu Angst. Dabei geht es nicht nur um die Angst vor dem Virus selbst, sondern auch um existentielle Ängste.  In Kombination mit einem Zusammenleben auf engstem Raum und wenig Ablenkung, könne sich diese Sorgen in Wut umwandeln. Hinzu kommt die Schließung vieler sozialer Einrichtungen, wie Schulen. Familien sind insgesamt einem höheren Stresslevel ausgesetzt. Im Zuge der Kontaktbeschränkungen wird es schwieriger, sich Hilfe zu holen. Noch gibt es keine aussagekräftigen Statistiken, die diesen Trend bestätigen. Dennoch sollte bereits jetzt eine Sensibilität für dieses Thema geschaffen werden. Frauen müssen gezielt Hilfe erhalten. Und es muss ihnen vermittelt werden, dass sie auch jetzt nicht allein sind. 

Dieser Monatsrückblick wirkt ehrlich gesagt irgendwie ernüchternd. Nicht so frech, nicht so bunt, wie sonst und ganz ohne Gifs. Irgendwie wohl ungewöhnlich. Doch was ist derzeit schon gewöhnlich? Dennoch sollen Ereignisse, wie der Weltfrauentag oder der Equal Pay Day hier nicht verloren gehen. Daher folgt nun eine kleine Corona-Pause. Hände waschen bitte trotzdem nicht vergessen!

Womensday

Eigentlich hatte der März nämlich sogar ganz gut angefangen: Sonntag, 8. März Internationaler Frauentag. Jedes Jahr gehen an diesem Tag Frauen auf die Straße und demonstrieren für Gleichberechtigung. Auch das The Female Company Team war beim Women’s March in Berlin dabei.

 

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Zentrales Thema ist dabei auch immer wieder die Gewalt gegen Frauen und jene Strukturen, die diese Gewalt begünstigen. Es geht um sexuelle Selbstbestimmung, die Enttabuisierung der Periode, rundum um die Sensibilisierung für Themen, die für Frauen essentiell sind.

Themen, für die es sich lohnt, kurzzeitig seine Stimmt zu verlieren. Also seine Sprechstimme. Ihr wisst schon. Ganz weit oben auf der Liste stand auch folgendes (Achtung, nun kommt eine krasse Überleitung): Die Gender Pay Gap. 

 

Equal-Pay-Day

Im März war nämlich nicht nur Womensday, sondern auch der Equal Pay Day. Leider fiel der jedoch weniger erfreulich aus, denn am 17. März blieb uns eine eher nüchterne Erkenntnis: Zunächst dauerte es bis zu diesem Tag, bis Frauen das durchschnittliche Jahreseinkommen von Männern im Jahr 2019 dann auch mal erreicht hatten (mehr dazu kannst du in diesem Blogbeitrag lesen).

Und dann bleibt noch der Blick auf die Gender Pay Gap. Die liegt noch immer 21 %. Einundzwanzig. Das sind mindestens einundzwanzig zu viel.

Konkret bedeutet das nämlich: Frauen verdienen prozentual im durchschnittlichen Bruttoverdienst EINUNDZWANZIG (man kann es nicht oft genug sagen) Prozent weniger, als Männer. Das bedeutet wiederum: Es ist immer noch ein weiter Weg bis zur Schließung der Gender Pay Gap. Und das ist definitiv ein Grund, um nicht nur am Weltfrauentag seine Stimme zu erheben. Auf die Straße gehen funktioniert dann bald hoffentlich auch wieder.

 

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Der DAX ist um -40% gesunken, viele Startups melden Insolvenz an oder versuchen bei der Bank Kredite zu bekommen… Die Umsätze sind bei einigen Gründern und Gründerinnen auf Zero (!) heruntergegangen und die Ämter für Wirtschaftsförderung und Arbeitsthemen sind völlig überlaufen (trust us: wir hingen selbst schon 2h in der Warteschleife). Was gerade passiert, trifft die Weltwirtschaft enorm. 🤯⁠ Gerade in solchen Momenten wollen wir euch ans Herz legen: Unterstützt eure Lieblingsunternehmen und gebt auch von Zuhause Power in eurem Job. Es gibt für uns heute aber noch einen Grund NICHT zu feiern: Heute, am Equal Pay Day 💸⁠ 💸⁠ 💸⁠, werden wir daran erinnert, dass nach wie vor eine Kluft zwischen den Gehältern existiert: Je nach Statistik reden wir hier von bis zu 21%. Bei einem bereinigten Pay Gap (bei dem Branche, Position und Voll- oder Teilzeit berücksichtigt werden) stehen wir bei 6%. Damit schneiden wir im EU Vergleich ziemlich miserabel ab…⁠ ❌❌❌⁠ ⁠ Zusammen mit @und_gretel_cosmetics und @fine_cosmetics_deodorant, @gittiberlin, @iplusmberlin und @frau_tonis_berlin möchten wir heute einen symbolischen Ausgleich machen: Mit dem Code CLOSETHEGAP erhaltet ihr 21% auf unsere Perioden-Abos und die Menstuationstasse! 🔥🔥🔥⁠ ⁠ #closethegap⁠

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Sabrina hält nicht viel von random Powersprüchen. Dafür hat sie ein Powergetränk, das ähnlich abgedroschen ist: Kaffee. Einziges Tabu: Erdnussbutter auf Marmelade – oder umgekehrt.

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