Zurück zum Magazin
Paragraph 219a

Streichung des Paragrafen 219a – Fehlanzeige

In den letzten Monaten haben die Diskussionen um den Paragrafen 219a ganz schön für Furore gesorgt. Der Paragraf besagt, dass Ärzt*innen die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche untersagt ist. Auslöser für die Debatte war die Verurteilung der Gießener Ärztin Kristina Hänel. Sie hatte auf ihrer Website über die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruches in ihrer Praxis gegen Entgelt informiert. Laut Gesetz, war das in dieser Form bisher strafbar. Wir haben unsere Community zu dem Thema befragt und ganze 79% sind für die Legalisierung von Abtreibungswerbung. Dazu ist es im neuen Gesetzesentwurf aber nicht gekommen.

Verteidigung des neuen Gesetzentwurfs  

Von der Regierungskoalition wurde nun ein Gesetzesentwurf zur Änderung des Paragrafen verteidigt. Dies geschah nicht ohne heftige Kritik von Seiten der Opposition, da einige für die komplette Abschaffung des Paragrafen plädiert hatten. „Mit der getroffenen Entscheidung sei weder Frauen noch Ärzten geholfen.“ Letztendlich ist es aber nur zu einem Kompromiss gekommen.

Wie kann man sich in Zukunft über Schwangerschaftsabbrüche informieren?

In Zukunft dürfen Ärzt*inne auf ihrer Website darüber informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Die eigentlichen Informationen zum Abbruch werden aber erst in der Praxis selbst gegeben. Für alles Weitere wird von der Bundesärztekammer eine neu geschaffene Liste zur Verfügung gestellt, über die sich Schwangere laut der Justizministerin Katharina Barley seriös informieren können. Den Ärzt*innen wird damit weiterhin nicht besonders viel Vertrauen entgegengebracht und auch Schwangeren wird die Informationssuche nicht wesentlich erleichtert. Wahre Selbstbestimmung der Frau sieht anders aus.

Es wird noch besser

Im Zuge der Auseinandersetzung um den Paragrafen 219a kam Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf die Idee eine Studie zu den psychischen Auswirkungen von Schwangerschaftsabbrüchen zu planen. Das Ganze soll als Großprojekt mit einem Budget von fünf Millionen Euro durchgeführt werden. Dafür hagelt es ziemlich viel Kritik.

Wissenschaftlich ist schon längst belegt, dass es so etwas wie ein „Post-Abortion-Syndrom“ nicht gibt. In den 1980er Jahren prägte die US-amerikanischen Pro-Life-Bewegung den Begriff. Sie behaupteten, dass es nach einem Schwangerschaftsabbruch zu einer Vielzahl von psychischen Krankheitssymptomen wie Depressionen kommt. Die Sozialwissenschaftlerin Kirsten Achtelik äußerte sich in der taz dazu, dass dies durch mehrere Studien schon längst widerlegt sei. Stattdessen zeigt eine aktuelle Studie sogar, dass 95% aller Frauen auch drei Jahre nach den Abbrüchen noch erleichtert über die Entscheidung seien.

Vielleicht sollte Herrn Spahn mal nahegelegt werden, für was sich fünf Millionen Euro noch so alles eignen würden. Ulle Schauws, die frauenpolitische Sprecherin der Grünen plädiert zum Beispiel dafür, das Geld in eine bessere Versorgung von Hebammen und Geburtsstationen zu stecken. Dieser Schritt würde Frauen wirklich helfen.

#WasFürnSpahn

Auch Nike van Dinther war mit der Entscheidung des Gesundheitsministeriums für die Durchführung der Studie nicht einverstanden und hat die Petition „#WasfuernSpahn: Herr Spahn, 5 Millionen Euro für Hilfe statt Hass“ initiiert. Im Interview mit EDITION F erläutert sie ihre Beweggründe dafür. Ihrer Meinung nach gleichen die Ansichten und Äußerungen von Jens Spahn zum Thema Frauengesundheit einer öffentlichen Beleidigung des weiblichen Geschlechts. Sein Ziel sei nicht Hilfe, sondern Kontrolle. Daher soll die Petition dazu beitragen die öffentliche Debatte um das Thema aufrechtzuerhalten und mit allen Unterzeichner*innen die Stimme einer eigenen Opposition zu bilden.

Hier geht’s zur Petition.

 

Wir haben euch nach eurer Meinung gefragt, wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, dann schaut doch mal bei Instagram vorbei.

 

Gebärmutterhalskrebs und Pap-Test

Gebärmutterhalskrebs – Wissenswertes

Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs gibt es den sogenannten Pap-Test. Ein negatives Ergebnis in diesem Test muss aber nicht heißen, dass man Gebärmutterhalskrebs hat! Erst weitere Untersuchungen können ein sicheres Ergebnis bringen und glücklicherweise wird ein bösartiger Verdacht meist entkräftet.

... Jetzt lesen!
Cranberry gegen Blasenentzündung

4 Mittel gegen Blasenentzündung

Eigentlich liebe ich den Herbst. Aber das, was er in meinem Unterleib anrichtet liebe ich nicht – die Blasenentzündung. Seit ich klein bin, habe ich immer Probleme mit meiner Blase und dem Harnweg gehabt.

... Jetzt lesen!

Become a REAL friend on Instagram

Retro Boobs-BoxBlut-OrangeFemale-BoxTampon TatsachenBox für unterwegs und Design-Box im Boobs-DesignEiIm Bett mit unserer Boobs-BoxFrauen haben EierUnsere Bio-Tampons saugen gründlich

Werde Bio-Tampon-Testerin!

Jetzt testen!