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Portioektopie

Portioektopie – mein Erfahrungsbericht

Wer kennt es nicht? Man entdeckt etwas „Seltsames“ am eigenen Körper und fragt erstmal den guten alten Freund Google um Rat und Erleuchtung.

Leider hatte meine „seltsame“ Sache mit viel Scham, Blut und Hemmungen zu tun. Google-Ergebnisse aus den Jahren 2000 bis 2007 waren nicht sehr vielversprechend und haben mir nicht wirklich weitergeholfen – what a surprise! 😅

Eklig? Kommt drauf an!

Aber was war eigentlich los? Vor ungefähr einem Jahr traten bei mir regelmäßig starke Kontaktblutungen auf. Das bedeutet, dass man während und nach dem Geschlechtsverkehr start blutet.

Eklig? Kommt drauf an, aber für mich war es erstmal ein großer Schock und vor allem auch einfach sehr unangenehm vor meinem Partner. Ich meine, wie spricht man mit seiner Flamme darüber, dass es eben untenrum ein kleines, sehr blutiges Problemchen gibt? Welcome to bloody hell 🩸🩸🩸– uncoole Erfahrung!

➡️ Doch zum Glück gibt es die Bio-Slipeinlagen von The Female Company. Diese sorgen dafür, dass ich mir keine Sorgen über einen roten Schlüppi machen muss. ❤️

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Soll das jetzt für immer so bleiben?

Der erste Arzt, den ich darauf angesprochen habe (ein Gynäkologe im Krankenhaus), teilte mir dann das magische Wort mit: Portioektopie. „Ja, das ist eine Portioektopie. Das habe ich bei den Untersuchungen direkt gesehen. Dagegen kann man NICHTS machen.“

Echt jetzt? Ist ja nicht so, dass ich deswegen seit Monaten keinen Sex haben möchte und panische Angst davor habe, dass das jetzt immer auftritt. Mein Frauenarzt erzählte mir mehrfach, dass eine Portioektopie nichts Schlimmes sei.

Doch was ist es denn eigentlich, das mich so sehr belastet und mir dabei das Leben so schwer macht? Konnte man wirklich NICHTS dagegen unternehmen? 😫

Was ist eine Portioektopie?

Bei einer Entzündung am Muttermund (Portioektopie) handelt es sich eigentlich nicht um eine richtige Entzündung am Muttermund, sondern vielmehr um eine Gewebeverschiebung vom Gebärmutterhals auf den Muttermund.“

„Eine Portioektopie ist eine Ausstülpung der Schleimhaut des Gebärmutterhalskanals auf den äußeren Muttermund. Das Phänomen tritt bei 70 % der Frauen während der Geschlechtsreife auf, kann ohne Anzeichen verlaufen oder aber zu verstärktem Ausfluss und Blutungen führen.“ 😳

Okay, fassen wir kurz zusammen:

  • 70 % aller Frauen sind davon betroffen. Viele merken das GAR NICHT. 😳
  • Die Portioektopie entsteht durch eine Gewebeverschiebung. 
  • Und es läuft und läuft und läuft. 🩸

Puhhh … kann man wirklich NICHTS dagegen tun? 🧐

Was mache ich denn nun?

Ich kam mir also vor, als würde mir NIEMAND helfen können, dabei hat Google mir doch schon von Verödungen und Laserbehandlungen berichtet. 👩🏻‍💻

Auf mein Drängen hin und nach einem weiteren Gespräch mit dem Chefarzt meiner Frauenarzt-Praxis durfte ich dort die Behandlung mit Silbernitrat (Verödung) beginnen. 

Ganz wichtig: Vorher wurde ein PAP-Abstrich sowie Gewebeproben am Gebärmutterhals entnommen, um sicherzustellen, dass es sich nicht um bösartiges, wucherndes Gewebe handelt. Das war alles ohne Befund, also let’s go! Einmal pro Woche auf den Stuhl und die „böse Stelle“ mit Silbernitrat betupfen. 

You wish! Selbst nach sieben Sitzungen meinte der Arzt: „Also der gewünschte Erfolg tritt nicht auf bisher, aber machen wir mal die Packung noch leer. Dann probieren Sie, ob sich was geändert hat und sonst sehen wir mal weiter.“ Eigentlich sollten ein bis zwei Sitzungen bereits ausreichen, um bereits eine gezielte Verbesserung hervorzurufen. Well, not for me. 😖

Endlich jemand, der Verständnis hat!

Parallel hatte ich mich bereits selbst in einem Krankenhaus in Berlin über eine Laserbehandlung informiert und um einen Termin gebeten. Bei einer ersten Beratung vor Ort wurde mir zum ersten Mal mit einer Kamera gezeigt, was denn da unten in meinem Körper eigentlich los sei. 📷🐚 Ich erhielt eine ausführliche Aufklärung über die Vorgehensweise und die Risiken. 

Vor allem traf ich dort auch auf Verständnis: „Ich kann verstehen, wie sehr Sie das belastet und auch einschränkt natürlich.“ Eine Portioektopie ist weder schmerzhaft, noch gefährlich – einfach nur eine „blutige Angelegenheit“, die man gerne loswerden möchte. „Streng genommen, handelt es sich dabei nicht um eine Erkrankung, sondern um einen normalen und häufiger auftretenden Zustand.“

So verlief meine Konisation

Der Termin für den ambulanten Eingriff konnte zum Glück recht schnell vereinbart werden.

Für den ambulanten Eingriff durfte ich entscheiden, ob man lokal die Gebärmutter betäubt oder ich eine Vollnarkose möchte. Ich weiß nicht, für wen vier Spritzen in den Gebärmutterhals attraktiv klingen – ich entschied mich also für die Vollnarkose. 💉

🚨Vorsicht! Eine Laserbehandlung im Falle einer Portioektopie gibt keine 100% Sicherheit, dass die Gewebeverschiebung komplett und für immer beseitigt werden kann! 🚨

Der Eingriff dauert nur circa 20 Minuten und am selben Tag durfte ich das Krankenhaus auch schon wieder verlassen. Mit dem Laser kann die harmlose Wucherung der Gebärmutterschleimhaut im Bereich des Muttermundes sehr präzise herausgeschnitten werden.

Dieser Vorgang wird Konisation genannt. Man glaubt es kaum, aber Schmerzen hatte ich im Anschluss an den Eingriff keine. 🙌🏻

Was war nach dem Eingriff alles zu beachten? 

Das Wichtigste zuerst:

  • 2 Wochen körperlich schonen
  • keine Tampons verwenden
  • (natürlich) keinen Geschlechtsverkehr

Schmierblutungen können anfangs noch auftreten – klar, eine innere Wunde verheilt durch fehlenden Kontakt mit Sauerstoff verhältnismäßig langsam. 🩸 

Erst wenn man keine Blutungen und keinen Ausfluss mehr hat, darf man wieder Geschlechtsverkehr haben. 🚀 Man sollte auf jeden Fall zwei Wochen nach der Laserbehandlung einen Kontrolltermin beim Frauenarzt durchführen lassen. 🩺

➡️ Solltest du nach deiner Konisation deine Tage haben, greife lieber zu Bio-Binden. Bei The Female Company sind sie frei von Chemikalien, Pestiziden und Duftstoffen.

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Lesson learned?

Was ich auf jeden Fall gelernt habe ist, offen darüber zu sprechen, mit Ärzten, mit meinen Freundinnen und ebenso mit meinem Partner. Außerdem ist es wichtig, dass man bei „seltsamen“ Entdeckungen am eigenen Körper direkt mit seinem Arzt darüber spricht, bevor man sich seine eigene Diagnose zusammen googelt.

Im Nachhinein weiß ich, dass ich mich dafür nie (egal vor wem) hätte schämen müssen und dass mein Körper nach wie vor „richtig funktioniert“. ❤️

Danke liebe Maria, dass du deine Geschichte im Vulva Mag teilst und wir die ganzen Powerfrauen aufklären können. ❤️

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