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Senkung der Tamponsteuer, #tampontax

Senkung der Tamponsteuer

In Deutschland liegt die Mehrwertsteuer für Tampons bei 19 Prozent. Sie werden also nicht als Produkte des „täglichen Bedarfs“ eingestuft, sondern gelten als Luxusgüter. Wohingegen Trüffel oder Gemälde unter den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent fallen. Ganz schön Banane denkt ihr euch? Schön zu wissen, dass wir mit unserer Meinung nicht alleine sind. Laut einer Umfrage von Appinio ist die Mehrheit der Männer für eine Senkung der Tamponsteuer. Applaus, Applaus!

In einer aktuellen Umfrage hat Appinio 500 Männer und Frauen im Alter zwischen 16 bis 60 Jahren repräsentativ zu ihrer Meinung zum Thema „Tamponsteuer“ befragt. Die Umfrage geschah in Kooperation mit Nanna-Josephine Roloff, einer der Gründerinnen der Petition für die Senkung der Tamponsteuer.

Surprise! Tampons werden als Luxusgut besteuert  

Schockierend aber wahr! Nicht nur die Mehrheit der Männer (67 Prozent), sondern auch die Mehrheit der Frauen (59 Prozent) wussten nicht, dass Menstruationsprodukte mit 19 Prozent besteuert werden. Daher ist es umso wichtiger, dass wir darüber sprechen wie viel Tampons kosten und warum. Einmal über den Sachverhalt aufgeklärt, ist die Mehrheit der Frauen (94 Prozent) für eine Senkung der Tamponsteuer. Und obwohl Männer in erste Linie nicht von der Problematik betroffen sind, haben sich ganze 84 Prozent dafür ausgesprochen, dass sie die momentane Regelung (eher) nicht richtig finden. Von so viel Solidarität sind wir begeistert!

Menstruationsprodukte sind teuer

In Deutschland ist unter den Menstruationsprodukten der Tampon (Bio-Tampon eingeschlossen) der absolute Favorit. Ganze 60 Prozent der Frauen nutzen Tampons während ihrer Menstruation. Wer nun denkt er kann die „Tamponsteuer“ umgehen, indem er auf andere Menstruationsprodukte wie Einwegbinden (wird von 39 Prozent der Frauen gekauft) oder Slipeinlagen (gekauft von 28 Prozent der Frauen), der wird enttäuscht. Die Tamponsteuer gilt auch für diese Produkte. Nur neun Prozent der Frauen nutzen wiederverwertbare Alternativen wie zum Beispiel die Menstruationstasse (5 Prozent), allerdings wird diese auch mit 19 Prozent besteuert. Auf das Jahr hochgerechnet, geben Frauen im Schnitt 100 Euro für Menstruationsprodukte aus. Lediglich 10 Prozent der Frauen achten beim Kauf ihrer Menstruationsprodukte auf die Umweltverträglichkeit.

Das Buch gegen Steuerdiskriminierung

Unsere Bio-Tampons müssen sich nicht verstecken – dennoch tun sie es. Warum? Mit dem Tampon Book demonstrieren wir gegen die ungerechte Besteuerung von Tampons, Binden und allen anderen Hygieneprodukten für die Menstruation. Denn auf diese zahlen wir in Deutschland immer noch den erhöhten Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, der eigentlich für Luxusgüter vorgesehen ist. Gleichzeitig werden echte Luxusgüter wie Trüffel, Schnittblumen oder sogar Ölgemälde mit 7 Prozent besteuert weil sie angeblich Gegenstände des täglichen Bedarfs sind. Geht’s noch, Herr Gesetzgeber? Zum Glück haben wir ein Schlupfloch in dieser unsinnigen und sexistischen Regelung gefunden: Bücher! Denn Bücher werden nur mit 7 Prozent besteuert. Deshalb gibt es unsere Bio-Tampons jetzt auch als Buch. Beziehungsweise in einem.

Zum Tampon Book

Die Periode sorgt bei Männern nicht unbedingt für Gesprächsstoff

Nur fast jeder zweite (43 Prozent) Mann informiert sich über die Menstruation, obwohl 84 Prozent der Männer der Meinung sind, dass sie grundsätzlich aufgeklärt sein sollten. Wer hätte es gedacht – bei den Männern sorgt die Periode auch nicht unbedingt für Gesprächsstoff, ganze 45 Prozent unterhalten sich mit niemandem darüber. Generell ist es Frauen (26 Prozent) und Männern (24 Prozent) eher unangenehm über die Periode zu sprechen.

Am liebsten sprechen Frauen mit ihren Freundinnen (43 Prozent), der Mutter (36 Prozent) oder ihrem Partner (36 Prozent) über die Periode. Bei den Männern sind es auch die Partner*innen (39 Prozent) oder die Freundinnen (10 Prozent) mit denen über die Menstruation sprechen.

Freude und Stolz als Reaktion auf die erste Periode nur bei 5 Prozent der Frauen

Freudensprünge bei der ersten Periode scheinen die wenigsten der befragten Frauen gemacht zu haben. Nur fünf Prozent gaben an, eine positive Reaktion auf die erste Periode gehabt und zum Beispiel Freude oder Stolz empfunden zu haben. Die meisten Frauen sagen, dass es ihnen unangenehm war (34 Prozent), dass sie Verunsicherung (29 Prozent), Überforderung (22 Prozent) und Verängstigung (21 Prozent) verspürt haben.

Trotz der Solidarität in Bezug auf die Senkung der Tamponsteuer, sind es überwiegend die Männer (39 Prozent), die bereits „dumme Sprüche“ über die Periode gemacht haben. Im Vergleich liegen die Frauen hier nur bei 14 Prozent. Wahrscheinlich weil sich ganze 38 Prozent der Frauen solche Sprüche schon einmal anhören mussten und wissen wie nervig das sein kann.

Eine Senkung der Tamponsteuer von heute auf morgen können wir leider nicht herbeiführen. Was wir aber können, ist dich regelmäßig mit Bio-Tampons im Abo zu versorgen.

 

 

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