Augen auf beim Tampon-Kauf – Was außer Baumwolle noch in Tampons steckt!

Wusstest Du, dass mehr als 80 Prozent der Deutschen Frauen Tampons verwenden? Im Durchschnitt nutzt eine Frau bis zu 16.000 Tampons in ihrem Leben. Hell, that’s a lot! Da fragt man sich doch, wie es sein kann, dass so viele Frauen so wenig darüber nachdenken, was sie bis zu 16.000 mal in ihren Körper stecken und einfach nach dem nächst günstigen Tampon greifen.

Denk mal drüber nach: Wann hast du das letzte mal konkret über die Auswahl deiner Tampons nachgedacht? Kannst du jetzt im Moment sagen, welche Chemikalien oder Duftstoffe in deinem Tampon stecken? Oder ob es gesündere Alternativen, wie zum Beispiel Bio-Tampons gibt? Ich zumindest, konnte diese Fragen noch bis vor einiger Zeit nicht wirklich gut beantworten…

Obwohl organische Hygieneprodukte immer populärer werden, greifen die meisten jungen Mädels ganz ohne darüber nachzudenken einfach zu dem, was ihre Mütter, Schwestern oder Freundinnen eben auch nutzen. Zur Wiederholung: Frau trifft meist eine Entscheidung für alle 16.000 Tampons. Einfach so.

Täglich denken wir darüber nach, welches Essen wir kaufen oder welche Cremes wir auf unsere Haut auftragen. Das ist wunderbar – aber was wir uns jeden Monat in die Vagina schieben, sollte für unsere Gesundheit noch viel wichtiger sein. Zumal wir hier von einem der empfindlichsten und absorbierendsten Stellen unseres Körpers sprechen.

Sind herkömmliche Tampons wirklich schädlich?

Zurück zur eigentlichen Frage, ob die 16.000 herkömmlichen Tampons auch wirklich schädlich sind. Nach einiger Recherche müssen wir feststellen, dass es keine eindeutigen Statements gibt. Solange es Tampons gibt (übrigens seit 1931), stellt sich die Frage, welche Art von Chemikalien sie enthalten. Obwohl man glauben sollte, dass es doch ziemlich klar ist, welche Stoffe und Chemikalien Damenhygieneprodukte enthalten, ist das bei Tampons nicht wirklich der Fall.

Dementsprechend wenig 100% klare Statements konnten wir zur Frage finden, ob herkömmliche Tampons schädlich für die Gesundheit sein können. Allerdings: Von Pestiziden, die zum Anbau der Baumwolle verwendet werden, bis hin zu den Dioxinen, die sich während des Bleichprozesses bilden, gibt es einige wichtige Informationen, die Du über deine Tampons wissen solltest.

Es gibt keine Deklarationspflicht!

Die Tampons, welche wir über Jahrzehnte nutzen werden tatsächlich als „Bedarfsgegenstände“ deklariert und unterliegen somit keiner Deklarationspflicht. Schon irgendwie krass! Es müssen keine genauen Angaben zu den Inhaltsstoffen der Tampons gemacht werden. Hersteller müssen lediglich ausschließen können, dass ihre Produkte gesundheitsschädlich sind. #wasauchimmer

Aber… was steckt dann in uns?

Natürlich sind alle Tampons aus Baumwolle… irgendwie, oder aus Viskose. Und da Baumwolle bekanntlich auf Bäumen wächst und Viskose aus Bäumen hergestellt wird ist der Tampon doch eigentlich auch natürlich? Naja, eben nur eigentlich!

Da wir keine ausgebildeten Chemikerinnen sind (Ich hatte ne 4+ in Chemie…), müssen wir uns auch auf das verlassen, was andere herausgefunden haben. Aber sagen wir mal so,… toll sind die Erkenntnisse wirklich nicht.

Was laut Herstellern alles als „nicht gesundheitsschädlich“ bezeichnet wird:

Chlor! 

Unsere Tampons sind nicht von Natur aus strahlend weiss. Damit wir ein „hygienischeres“ Bild von den kleinen haben, durchlaufen unsere Tampons einen Bleichprozess. Die (chlorhaltigen) Rückstände dieses Prozesses können sich dann in unseren Tampons wiederfinden, ergo in uns. Igitt…

Glyphosat!

Schonmal gehört? Ja, richtig – Monsanto lässt grüßen. Laut einer Studie in den USA enthielten 85 Prozent der getesteten Tampons das Herbizid, ein Unkrautvernichtungsmittel. Ich nehme an, bei den meisten von uns gibt es wenig Unkraut in der Vagina zu vernichten. Spaß beiseite… Glyphosat ist krebserregend. No – thanks!

 Polyethylen (PET)!

Vielen von uns wurde wahrscheinlich schonmal empfohlen, von PET-Flaschen auf Glasflaschen umzusteigen. Der gute Grund ist nicht nur das Thema Umweltverschmutzung, sondern auch, dass PET Giftstoffe wie Blei, Cadmium oder Quecksilber in unsere Körper spülen kann. Dieses Gift wollen wir weder oral noch vaginal zu uns nehmen!

Polypropylen!

Touché – Non-Organic Tampons lassen sich in der Regel reibungsloser einführen. Grund ist die  Beschichtung, die leider in den meisten Fällen aus Polypropylen hergestellt wird. Ein gefährlicher Preis, den wir hier für zusätzlichen Komfort zahlen.

Und vieles mehr!

Welche giftigen Stoffe mit komplizierten Namen sich noch alle in den Tampons befinden, ist nur zur erahnen. Fakt ist doch: Wenn wir ein Produkt so häufig, in so einem sensiblen Zusammenhang nutzen, sollten Hersteller definitiv zu mehr Transparenz gezwungen sein. „Verständlicherweise“ versuchen Hersteller von Tampons durch eine „saubere“ Optik, ein angenehmes Tragegefühl und guten Geruch den Verkauf zu fördern. Unverständlich bleibt aus unserer Sicht die Frage unbeantwortet: „Warum dürfen die das?“

Unser Fazit.

Tampons aus synthetischem Material können nicht gut für deine Gesundheit sein!

Sind Bio-Tampons eine gute Alternative?

Ja! Damit wollen wir allerdings nicht sagen, dass Bio-Tampons die nachhaltigste Alternative sind (es gibt ja auch Menstruationstassen), sondern deutlich machen, dass alles besser ist, als sich die synthetischen Chemie-Bomben einzuführen.

Besonders bei Tampons, die aus Bio-Baumwolle hergestellt sind, können wir guten Herzens eine Empfehlung aussprechen.

Warum wir unsere Bio-Tampons lieben und was am Material wirklich besser ist, erklären wir dir hier in aller Ruhe und Ausführlichkeit.