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The joy of masturbieren

The Joy of Masturbieren

Masturbieren, es sich selbst machen, sich beglücken – das alles sind Synonyme für die Liebe mit sich selbst.

Leider denken viele Frauen nach wie vor, dass Masturbieren schmutzig, notgeil oder einfach unangemessen ist. WTF? Nicht deren Ernst???

Das ist echt schade, denn Masturbieren ist etwas ganz Tolles! Einfach mal ausprobieren. Unsere Gesellschaft hat es sogar geschafft, manche Frauen davon zu überzeugen, dass Frau, wenn sie in einer Beziehung ist, nicht mehr zu Masturbieren braucht. Öhm ja … dazu sagen wir jetzt einfach mal nix!

Warum Masturbieren?

Es ist die beste Methode, um sich selbst kennenzulernen und für viele Frauen die Chance, schnell und unkompliziert zu einem Orgasmus zu gelangen. 2018 hat eine Studie im Journal of Sexual Medicine herausgefunden, dass Frauen üblicherweise beim Masturbieren schneller zum Höhepunkt kommen als beim Sex mit einem Partner.

Masturbieren und Teenies

Es ist schade, dass wir Teenagern in der Schule nicht mehr übers Masturbieren erklären. Ich finde jeder sollte vorm ersten Sex mit einem Partner über mehrere Monate masturbieren, um sich selbst zu erforschen. Schließlich ist es nicht immer leicht zu wissen, was einen anmacht und befriedigt.

Der Standard Internet Porno hilft dabei leider selten, da er die sexuelle Erfahrungen und Erlebnisse der Menschen extrem eingeschränkt darstellt. Dabei kann man eigentlich alles im Web finden; aber nur wenn man die richtigen Suchbegriffe kennt.

Wir sind uns alle (als nicht-Teenies) einig, dass Teenager noch ganz am Anfang der Selbstfindungsreise sind und jede Hilfe brauchen, die sie kriegen können.

Masturbieren und besserer Sex

Wenn wir besser informiert sind, sind wir selbstbewusster, was dazu führt, dass wir nicht gleich mit jemandem in die Kiste hüpfen müssen. Darüber hinaus macht Wissen uns kommunikativer. Dies wiederum führt zu mehr offenen Gesprächen: Umso mehr wir über Sex reden können, desto besser vorbereitet sind wir (i.e. Verhütung, vorherige Arztbesuche etc.).

Sexuelle Selbstfindung kann auch auf anderen Ebenen helfen. Sobald wir merken, dass Selbstkenntnis nicht Furcht einflößend, sondern „empowering“ ist, sind wir eher bereit auch unsere mentalen und emotionalen Tiefen zu ergründen.

Masturbieren erhöht die Libido, was besonders in Langzeitbeziehungen sehr positiv sein kann. Ein weiterer Vorteil vom Masturbieren ist, dass es den Orgasmus intensiver macht und unser Empfinden von verschiedenen Stimulationen verbessert.

Und: Masturbation hilft der Gleichberechtigung aller Geschlechter. Es hilft denen von uns, die nicht so schnell oder so leicht zum Höhepunkt finden, dass auch sie (öfter) den Himmel greifen können. Dies wiederum hilft, unsere Partner weiterzubilden und bewusster Sex zu haben. Das führt dann zu besserem Sex und mehr Intimität – Yay!

Masturbieren und Gesundheit

Psychische Gesundheit 

  • Masturbieren erzeugt Glückshormone (Endorphine), die wir sonst durch Sport bekommen (können uns also den Gang ins Fitnessstudio sparen und stattdessen liegend trainieren 😜)
  • Es erzeugt auch Oxytocin, ein beruhigendes Hormon, welches zu stärkerer Bindung zwischen Menschen führt. Demnach führt die Selbst-Liebe zu mehr Selbst-Liebe (tolles Wortspiel, oder?)
  • Es baut Stress ab (und das brauchen wir im hektischen Alltag alle!)
  • Wie schon bei den Teenies bemerkt: es führt zu mehr sexuellem und allgemeinem Selbstbewusstsein

Physische Gesundheit

  • Orgasmen stärken das Immunsystem!
  • Masturbieren ist super für den Beckenboden! Die Zusammenziehung der Muskeln während einem Orgasmus ist noch besser als Kegel-Übungen (und ist wesentlich angenehmer 😁). Ein starker Beckenboden schützt dich vor Inkontinenz und kann Periodenschmerzen vermindern:

Also ran an die Vulva! Oder wenn du genug Zeit und Ruhe hast, ran an die Vagina. Den G-Punkt zu finden und zu stimulieren macht extrem viel Spaß. Aber ich bin oft zu ungeduldig 🙈 oder hab als Mama zu wenig Zeit. Das bringt mich zum nächsten Punkt. Wer hat weniger Zeit als alle anderen? Mütter!

Masturbieren für Mamas

Der Job „Mama“ ist einer der Schwersten überhaupt und das nicht nur, weil er weder Wochenenden, Ferientage, Krankentrage oder Feierabende beinhaltet – und natürlich nicht bezahlt wird. Nein, was für viele Mamas am schlimmsten ist, ist das Frau null Anerkennung bekommt. Es wird von Frauen erwartet, dass wir alle automatisch Super-Mamis sind und unser Menschsein hintenanstellen.

Da diese Erwartungen aber nicht erfüllbar sind, haben die meisten von uns permanent Schuldgefühle. Gleichzeitig versuchen wir weiterhin tapfer alles zu machen: Kinder füttern, waschen, bespaßen, zum Schlafen bringen, sich selbst (und meist den Partner) füttern, das Haus putzen, möglicherweise sich noch um den Garten kümmern und mit dem Hund Gassi gehen. Und manchmal noch nebenher Vollzeit oder Teilzeit arbeiten!

Papas helfen heute mehr – aber ist es genug?

Ich weiß, die Papas von heute helfen viel mehr als die von früher.  Leider ist es in den wenigsten Fällen aber wirklich fifty-fifty. Die einzigen Familien, die ich kenne, die es schaffen Kinderbetreuung genau durch die Mitte aufzuteilen, haben einen Papa Zuhause und die Mama geht arbeiten.

Während Sex mit dem Partner toll ist, benötigt er wesentlich mehr Planung, Anstrengung und Aufmerksamkeit als alleine Orgasmen zu machen. Demnach kann Partnersex schnell zu einer weiteren Aufgabe ausarten, die mehr Stress und Schuldgefühle verursacht. Das Loslassen beim Masturbieren ist total hilfreich und kann Mamas sogar wieder in Stimmung zu bringen. Dann können wir auch Partnersex wieder gelassener angehen und genießen.

Mehr Soloflüge für Mamas!

Anyway, ich glaube, das Bild ist jetzt in Farbe (sogar 3-D) und ich kann wieder zu meinem ursprünglichen Punkt zurückkehren: Mama sein ist super anstrengend und stressig (aber natürlich auch total toll). Mamas haben so gut wie nie Zeit für sich. Mal eine Massage oder ein Schaumbad alle drei Monate (oder nur alle drei Jahre!) helfen da wenig. Regelmäßiges Masturbieren kann da besser Abhilfe schaffen!

Die meisten Mamas kennen sich gut genug, um in wenigen Minuten den erlösenden Orgasmus zu erreichen. Da dieser Stress abbaut und die ganzen tollen oben genannten Hormone auslöst, kann das echt helfen.

Also: Aufhören auf der Toilette zu heulen! Stattdessen: Hand anlegen oder ein paar elektronische Freunde in der Badezimmer Schublade deponieren 😜.

Fazit: Masturbieren ist good for the soul!

Wer sich jetzt denkt: Das ist aber leichter gesagt als getan – richtig! Für Menschen mit einer Klitoris gibt es so viele Möglichkeiten und Methoden zu kommen, dass es manchmal gänzlich unmöglich scheint.

Aber nicht aufgeben!

Über die Vulva-Bloggerin

Vivi

Vivi findet, dass Vielfalt das Leben erst interessant macht, und genießt es neues zu erleben, mit Menschen zu reden die anders sind, und so viel wie möglich zu Reisen. Eine ganz besondere Bereicherung ist für sie die kulinarische Vielfalt auf dieser Welt (essen ist eine ihrer Hauptbeschäftigungen). Somit tauscht Vivi auch gerne mal das traditionelle Eis gegen eine Schüssel Ras Malai oder einen Tres Leches Flan.

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