The struggle is real! Schmerzen, Periode und PMS – Tipps gegen Regelschmerzen

Endlich lohnt es sich, Symptome zu googeln! Denn jeder kennt es: Man wacht mitten in der Nacht auf und könnte ein ganzes Glas Nutella löffeln. Wir erklären euch, woher Heißhunger, Bauchschmerzen und Unwohlsein kommen und was ihr dagegen tun könnt.

Menstrual Island von Gemma Correll, 2016

Wieso habe ich Schmerzen? Was passiert bei der Periode?

Schuld daran ist das Prämensturelle Syndrom (PMS) – und die damit einhergehenden knapp 150 Beschwerden, die wir in den verschiedensten Kombinationen zwischen Eisprung und Menstruation verspüren. Es betrifft fast 80 Prozent von uns Frauen weltweit.
Eindeutig geklärt ist die Ursache für PMS bis heute nicht. Fest steht, dass vor allem die Hormone Östrogen und Progesteron dafür verantwortlich sind. Sie bestimmen den weiblichen Zyklus:

1. Der weibliche Zyklus

Um schwanger werden zu können, produziert der Körper verschiedene Hormone, vor allem mehr Östrogen (Hallo Pickel!). Gleichzeitig reift im Eierstock ein Eibläschen heran, in dem die Eizelle eingebettet ist. Während dieser Zeit ist der Gebärmutterhals mit einem für Spermien unpassierbaren Schleimpfropfen verschlossen. Der steigende Östrogenspiegel sorgt jedoch dafür, dass er zunehmend passierbar wird und löst in Verbindung mit dem luteinisierenden Hormon (LH) schließlich den Eisprung aus.

Dieser findet etwa 14 Tage vor unserer Periode statt und wie ihr euch vorstellen könnt, schwirrt dann reichlich viel Östrogen in uns herum, was u.a. unsere PMS erklären könnte. Der Muttermund öffnet sich nun immer mehr, um Spermien den Gebärmutterhals passieren und durch die Gebärmutter in die Eileiter zu lassen.

Fun fact: Ein Spermium bewegt sich dabei mit der Geschwindigkeit von 4mm/min – wir hätten mehr von den Jungs erwartet 😉

2. Schwanger oder Periode?

Das leere Eibläschen verwandelt sich in den Gelbkörper, der das Hormon Progesteron anregt und gleichzeitig die Östrogenproduktion vermindert. Ein stabil bleibender Progesteronspiegel lässt die Gebärmutterschleimhaut dicker werden und das befruchtete Ei kann sich einnisten. Wir sind schwanger!

Sinkt er hingegen ab, baut sich auch die Gebärmutterschleimhaut ab und wird mit der Regelblutung abtransportiert. Viele von uns bemerken dann auch, dass die PMS-Beschwerden verschwinden, bei manchen fangen dann aber leider die Periodenschmerzen an. Damit sich die Gebärmutterschleimhaut ablösen kann, ziehen sich dort die Muskeln zusammen und verursachen unsere Schmerzen.

Mögliche Menstruationsbeschwerden und Begleiterscheinungen.
Stimmungsschwankungen
Wassereinlagerungen
Heißhunger
oder auch folgende:

Was hilft gegen Unterleibsschmerzen?

Bei extrem starken Schmerzen, solltet ihr euren Arzt aufsuchen. Unsere Lieblingstipps von Oma, Mama und euch wollen wir trotzdem nicht vorenthalten.

1. Popo hoch!

Wir mummeln uns zwar auch am liebsten in die Bettdecke ein, Spaziergänge und eine gesunde Ernährung sind jedoch genau die Maßnahmen, um deinen Körper optimal zu rüsten. Joggen führt beispielsweise zu einer erhöhten Serotoninausschüttung und lässt nebenbei Wassereinlagerungen verschwinden. Unsere Kundin, Linda, füllt ihren Kühlschrank rund um den Eisprung mit Gemüse, hochwertigen Eiweißen und guten Kohlenhydraten. Klingt total langweilig, hält aber den Insulinspiegel konstant und verhindert u.a. Heißhunger. #healthy #plantbased #buddahbowls

2. Öko-Retreat!

Buscopan kommt bei Mama nicht in die Einkaufstüte! Stattdessen aber Mönchspfeffer, Johanniskraut, Melisse, Passionsblume und Hopfenzapfen. Als Tee oder Tropfen aus der Apotheke. Schließlich sind Ibu & Co. immer wieder mit Nebenwirkungen verbunden. In Kalifornien wird übrigens auch Hanf in kleinen Portionen als Pain Killer eingesetzt.

3. It’s getting hot in here.

Wärme entspannt die krampfenden Muskeln bei Unterleibsschmerzen. Statt einer Wärmflasche können wir besonders ein Kirschkernkissen empfehlen. Mit den Kernen kann man das Unterleib nämlich wunderbar massieren.

4. Hallo Buddha!

Stress ist einer der größten Faktoren für blanke Nerven und kann unseren Körper während des PMS noch mehr belasten. Yoga und Meditation helfen dabei, dagegen anzugehen, sagt Leonie Sevastie Lepenos – Gründerin von MAATÏ MAATÏ (https://www.maati-maati.de). Ihre Lieblingsasanas während der Periode: Der auf dem Rücken liegende Schmetterling, die Kindespose, Kobra und Katze. Die Übungen könnt ihr als Vorbereitung für die Periode und den Körper auch in den regulären Alltag integrieren.

Bei YouTube gibt es sogar spezielle Übungen dazu: PMS-Yoga.

5. Free the Brüste!

Schmerzende Brüste sind während der Periode leider normal und Push-Ups sind sowieso überbewertet! Bügelfreie BHs und Bustiers können zur Entspannung helfen. Alternativ reicht auch einfach nur ein Kuschelpulli.

6. Einfach mal chillen.

Wenn es einfach nicht anders geht: Krank melden, Jalousie zu und einfach mal Blau machen. Auch eine Business Lady darf das.

7. First Coffee – and then the world?

Leider nicht. Wir sind morgens zwar auch immer die Ersten an der Kaffeemaschine aber Tee und Wasser versorgen deinen Körper wesentlich besser mit dem, was er braucht.
Aber jetzt mal ehrlich: Die individuelle Wirkung ist bei jeder Frau unterschiedlich. Wenn Pizza & Schoki bei dir also am besten wirken – spricht da überhaupt nichts dagegen 😉