Was ist PMS?

PMS ist die Abkürzung für Prämenstruelles Syndrom. „Prämenstruell“ bedeutet dabei dieses „Syndrom“ tritt vor der Menstruation auf – also bevor deine Regelblutung einsetzt. PMS bezeichnet körperliche Beschwerden, aber auch emotionale Beschwerden, die bis zu 14 Tage vor deiner Menstruation auftreten können… je nach Zyklus also sogar direkt nach deinem Eisprung. Dann kann es sein, dass du Veränderungen an deinem Körper merkst, wie Wassereinlagerungen, Hautveränderung – Pickelalarm(!!!) Müdigkeit, Kopfschmerzen und noch vieles mehr. Plus deine emotionale Seite kann zum Vorschein kommen – Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit und Angstzustände…aber keine Panik! Erstens kann es sein, dass du gar nicht von PMS betroffen bist und zweitens bekommst du natürlich nicht alle Beschwerden auf einmal. Jede Frau hat ihren ganz eigenen, individuellen Mix aus Beschwerden. Und Emotionalität kann ja auch mal schön und positiv ausfallen, mit Freudentränen!

Wie kommt PMS zustande?

Die Ursache von PMS steht leider noch nicht zu 100% fest…aber natürlich kursieren Vermutungen, wovon PMS ausgelöst wird. Wie immer im Zusammenhang mit der Menstruation werden Hormone als die Ursache vermutet – in diesem Fall das Gelbkörperhormon Progesteron. Nach dem Eisprung fällt der Östrogenspiegel (ebenfalls ein Hormon) ab und der weibliche Körper schüttet immer mehr Progesteron aus – es übernimmt sozusagen die Steuerung über deinen Zyklus…das trifft auf alle Frauen zu, egal ob mit oder ohne PMS. Jede Frau reagiert allerdings individuell auf diese Veränderung im Hormonhaushalt – besonders ‚hormonsensible‘ Frauen können dann Beschwerden bekommen. Vermutet wird auch, dass der Prolaktinspiegel PMS zusätzlich begünstigt oder bei manchen Frauen auslöst – denn das Hormon Prolaktin mischt den Hormonhaushalt ordentlich auf. Die Folge: Die Balance zwischen Östrogen und Progesteron wird durcheinandergebracht und PMS-Beschwerden treten auf. Der Prolaktinspiegel erhöht sich übrigens zum Beispiel durch Stress – better be relaxed! 😉

Wie kann ich meine PMS-Symptome lindern?

Da jede Frau ganz unterschiedliche Symptome hat, gibt es nicht einen ‚richtigen‘ Weg um die Symptome zu lindern. Bei manchen Symptomen musst du vielleicht sogar Medikamente einnehmen – wenn du dich zum Beispiel wie ein Schwamm fühlst (Wassereinlagerungen!). Eine Behandlung der Symptome mit Medikamenten sollte aber IMMER mit einem Arzt abgesprochen sein, denn natürlich kann es zu Nebenwirkungen kommen oder es ist gar nicht nötig Medikamente einzunehmen…andere Symptome lassen sich auch einfach ohne Medikamente lindern, indem du auf Alkohol, Zigaretten und Koffein verzichtest und deinen Körper entspannen lässt – wie auch während der Periode (einige Tipps dazu findest du in unseren FAQs oder in unserem Blog 😊). Auch die Pille hat natürlich einen Einfluss auf PMS, da sie ein hormonelles Verhütungsmittel ist – logisch, oder? Die Pille kann Beschwerden lindern oder sogar dafür sorgen, dass du gar kein PMS mehr hast – wie die Pille wirkt ist natürlich wieder individuell je nach Frau und die Einnahme der Pille muss selbstverständlich mit deinem Frauenarzt abgesprochen werden.

Hat jede Frau PMS?

Alle Frauen, die ihre Periode bekommen, können PMS haben – wie viel Prozent der Frauen tatsächlich darunter leiden? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung – dafür gibt es keine ‚genauen‘ Daten (sofern man so etwas überhaupt in Zahlen ausdrücken muss…). Was allerdings feststeht ist, dass nicht jede Frau darunter leidet! Manche Frauen haben einfach keine Beschwerden oder nur sehr geringe Beschwerden…es ist schwierig zu entscheiden, wer PMS hat und wer nicht – das muss jede Frau selbst entscheiden! PMS ist individuell und von Frau zu Frau verschieden.