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Der passende Name fĂĽr meine Periode

Periode benennen: Erdbeerwoche?

Klingt ziemlich doof, oder? Die wenigsten Frauen reden offen über ihre Periode – weder mit Männern noch mit anderen Frauen und wenn, dann flüstern sie dabei – als ob es ein Geheimnis wäre, dass Frauen ihre Periode hätten! Die erste Periode setzt meistens rund um das 14. Lebensjahr ein – bei einigen früher, bei anderen später und da beginnen die Kommunikationsprobleme. Die wenigsten Frauen sprechen offen über ihre Periode und wenn dann unter Verwendung (oft peinlicher) Synonyme.

P wie Peinlich und P wie Periode!? 

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Wie wir die Periode verstecken.

Die bekanntesten sind :

Erdbeerwochen oder Besuch von Tante Rosa.

Es gibt aber auch noch die folgenden:

  • Das Baumwollkamel reiten
  • Die rote Karte ziehen
  • Eine Tagung abhalten
  • Maler im Keller haben
  • Stutengulasch
  • Vollhormon
  • Los Wochos
  • Ketchup-Woche

Specials aus unserer Community:

  • Ich tage
  • ich hab mei‘ Sach (Schwaaaaben!)
  • ich hab Besuch
  • der/ die/ das  rote: Tante/ Monster/ Drache/ Wunder/ Flut
  • Erdbeerernte
  • Frauensache
  • Peri
  • Besuch vom Affen

Auf der roten Welle surfen oder einfach seine Tage haben.

Den Ursprung der Synonyme konnte ich leider nicht ausfindig machen. Aber besonders „Tante Rosa“ lässt mich an die Generation meiner Oma (wurde 1934 geboren) denken. Damals hat man einfach nicht über die Periode offen sprechen können. „SOWAS“ gehörte sich einfach nicht – kein Wunder, dass man dann anfängt sich seltsame Ausdrücke dafür auszudenken.

Ich weiß nur genau wie unglaublich peinlich es mit 12 war als ich meiner Schwimmlehrerin mitteilen musste, dass ich nicht mitmachen kann (damals trug ich Binden). Die Worte „Ich hab meine Tage“ waren mir peinlich. Meinen Freundinnen ging es damals genau so (während der Pubertät).

Der Körper und die Gefühlswelt machen zu der Zeit eine krasse Veränderung durch, weswegen man deswegen schonmal überfordert sein kann. Aber spätestens mit 18 sollten wir diese Peinlichkeiten hinter uns gelassen haben. Wie sollen sonst auch unsere Partner einen normalen Umgang damit lernen?

Warum wir uns nicht mehr schämen sollten offen über unsere Periode zu sprechen:

Wie soll man sich nicht schämen, wenn man von „Malern im Keller“ oder „der roten Welle“ spricht? Wir sind keine 12 mehr und kommen gut ohne Synonyme aus. Immerhin bedeutet die Periode, dass wir gesunde Frauen sind, die in der Lage sind neues Leben zu schenken!

Auch wenn die Periode viele nervige Begleiter hat, leistet unser Körper jeden Monat ein kleines Wunder und wir sollten das feiern und nicht verschweigen. Wenn wir heute offen darüber sprechen und offen mit den Themen umgehen, haben es die nächsten Genrationen auch einfacher sich und die Veränderungen anzunehmen.

Ekel vor (dem Wort) Menstruation mĂĽssen mit den Generationen verschwinden: An Hochschulen werden sogar Bachelorarbeiten zum Thema Enttabuisierung der Menstruation geschrieben – doch nicht kampflos!

„Nachdem mir die Koordination meiner offensichtlich eher konservativ eingestellten Hochschule zunächst mit klaren Worten davon abgeraten hat, ĂĽber solch abstruse Widerlichkeiten wie die Periode zu schreiben und mir sogar aktiv die Hilfe verweigert hat, dafĂĽr eine/n ErstprĂĽfer/in zu finden (im Thema bestĂĽnde „keine Wissenschaftlichkeit“- wörtlich: „Das Thema geht so gar nicht, sorry.“ – Franzi
(Mit Franzi haben wir bald ein Interview um genaueres zu ihren Ergebnissen zu erfahren – Augen auf bei Instagram 🙂)

Wir stehen hinter ihr:

Die Periode ist kein Tabu!

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Ăśber die Vulva-Bloggerin

Autorin Janina

Janina

Janina’s Grundschullehrer schrieb einmal: „Der sprachliche Ausdruck ist eigenständig und oft originell“. Das versucht sie bestmöglich beizubehalten. Ihr Motto: „Einfach mal machen“. Außerdem ist sie für die Abschaffung von Schubladendenken. Jeder sollte sich, seinen Stil und seine Sexualität so ausleben dürfen wie er möchte. Sie ist ein Fan von Klassikern und liebt Stracciatella-Eis.

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